Extreme Trockenheit und Hitze in Deutschland
Der Sommer 2026 ist in Deutschland bislang von extremer Hitze, anhaltenden Hitzewellen und regional ausgeprägter Trockenheit geprägt. Ein Rückblick auf eine außergewöhnliche Hitzeperiode, die noch vor wenigen Jahrzehnten kaum vorstellbar gewesen wäre – und die zeigt, wie sehr sich Deutschlands Klima bereits verändert hat.
Deutlich zu warm, teils extreme Hitze
Der Sommer zeigt sich in Deutschland bislang außergewöhnlich warm. Die aktuelle Auswertung bis zum 7. August 2026 zeigt: Deutschlandweit liegt die Durchschnittstemperatur seit Beginn des meteorologischen Sommers deutlich über dem Klimamittel der Referenzperiode 1991–2020.
Im Flächenmittel beträgt die Temperaturabweichung +2,1 °C. Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede. Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands fällt die Abweichung sehr hoch aus mit Werten über +3 °C. Etwas geringer fällt die positive Abweichung im Norden und Nordosten aus. Dennoch liegt auch hier das Temperaturniveau über dem langjährigen Klimamittel.

Regional extreme Trockenheit
Nicht nur bei den Temperaturen zeigt der Sommer 2026 bislang deutliche Abweichungen vom langjährigen Klimamittel. Auch beim Niederschlag zeigt sich ein überwiegend zu trockenes Bild. Die Auswertung bis zum 7. August 2026 zeigt, dass in weiten Teilen Deutschlands deutlich weniger Niederschlag gefallen ist als im Vergleichszeitraum 1991–2020.
Im bundesweiten Flächenmittel liegt die Niederschlagsmenge aktuell 33,4 Prozent unter dem Klimamittel. Besonders trocken präsentiert sich der Westen und Südwesten Deutschlands. Allerdings gibt es auch Regionen, die eine etwas bessere Niederschlagsbilanz aufweisen. Vor allem im Norden und Nordosten konnten einige Gebiete annähernd normale lokal auch leicht überdurchschnittliche Niederschlagsmengen verzeichnen.

Flur- und Waldbrandgefahr auf einem sehr hohen Niveau
Die extreme Trockenheit bleibt nicht ohne Folgen: Neben Belastungen für die Landwirtschaft und Wasserversorgung ist auch die Flur- und Waldbrandgefahr auf einem sehr hohen Niveau. Die Kombination aus hohen Temperaturen, anhaltender Trockenheit und ausgetrockneter Vegetation hat die Situation in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Große Teile der Mitte und des Südens Deutschlands werden in den kommenden Tagen in die höchste Gefahrenstufe eingestuft. Regional ist mit einer extremen Waldbrandgefahr zu rechnen.

Ausblick
Im Folgenden sind die akkumulierten Niederschlagsmengen des ECMWF-Modells bis Sonntag, den 16. August, dargestellt. Auch in der kommenden Woche werden die größten Niederschlagsmengen voraussichtlich im Norden Deutschlands sowie entlang der Alpen erwartet. Dort kommen aber auch nur um die 10 mm zusammen. In den ohnehin besonders trockenen Regionen fallen die prognostizierten Niederschlagsmengen dagegen deutlich geringer aus.

Vielerorts deutet sich sogar an, dass auch die kommende Woche überwiegend trocken verlaufen könnte. Eine nachhaltige Entspannung der derzeit angespannten Situation ist damit vorerst nicht in Sicht.

Auch temperaturtechnisch bleiben wir weiterhin auf einem hohen Niveau. Nach aktuellem Stand dürfte insbesondere die zweite Wochenhälfte, vor allem in der Südhälfte Deutschlands, wieder sehr heiß ausfallen.
