21.02.2017

Das Kompetenzzentrum für Unwetter

Lagebericht

Dienstagnacht mit einer Warmfront von Westen her regnerisch


Aktuelle Wetterlage

Die Tiefdruckgebiete wechseln sich eingebettet in eine straffe Westströmung derzeit im 24-Stunden-Takt ab. War zuletzt noch Tief ROLF wetterwirksam, liegt zur Wochenmitte bereits Tief STEFAN über Südskandinavien und bis zum Donnerstag folgt Sturmtief THOMAS vom Atlantik her. Dabei stellen sich sehr windige, vor allem am Donnerstag auch stürmische Wetterverhältnisse ein. Betroffen von teils schweren Sturmböen ist dann besonders die Mitte und der Norden der Bundesrepublik. Zudem fällt immer wieder Regen, inklusive größere Regenmengen im Mittelgebirgsraum. Mit einer am Donnerstag durchziehenden Kaltfront sinkt die Schneefallgrenze vorübergehend sogar bis in tiefe Lagen. Am Wochenende wird es dann rasch wieder milder.


Überblick Warnungen

STURM
Die Informationen haben von Dienstagnacht teils bis Mittwochabend, teils bis Donnerstagfrüh Gültigkeit.

STARKREGEN
Die Informationen gelten von Montagabend teils bis Dienstagnacht, teils bis Mittwochmittag.


Warnausblick

Am Abend und in der Nacht zum Mittwoch erreicht den West erneut eine Warmfront, die allmählich ostwärts zieht. Damit wird es zunehmend nass, im äußerten Süden klingt der Regen in Laufe der Nacht aber ab. Der Südwest- bis Westwind lebt wieder auf, stürmische Böen sind an der Küsten und in höheren Lagen der Mittelgebirge zu erwarten.

Der Mittwoch beginnt verbreitet trüb und vor allem in der Nordosthälfte regnet es verbreitet. Tagsüber fällt besonders in einem breiten Streifen von Niedersachsen und NRW bis nach Vorpommern und Brandenburg kräftiger Regen, im Süden sowie im äußersten Norden lockern die Wolken dagegen etwas auf. Insbesondere vom Münsterland bis zum Harz sind auch größere Regenmengen möglich. Der Wind lebt verbreitet teils stark, in Böen stürmisch aus West bis Südwest auf.

Auch der Donnerstag verläuft unbeständig und stürmisch. Vor allem in der Nordhälfte fällt immer wieder Regen, nur südlich der Donau bleibt es überwiegend trocken. Der Wind frischt am Nachmittag stark bis stürmisch aus Südwest auf, im Westen und in höheren Lagen der Mittelgebirge zeichnen sich auch schwere Sturmböen ab!

Der Freitag bringt landesweit schauerartigen Regen und in erhöhten Lagen Schnee. Gegen Mittag kann es vor allem in der Mitte auch kurze Gewitter geben. Im äußersten Nordosten ist in der Früh hingegen gar etwas Nassschnee nicht ausgeschlossen. Die Schneefallgrenze liegt im Westen bei 300 bis 600 m, im Süden sinkt sie in Laufe des Tages auf 700 bis 500 m ab. Zum Abend hin lässt der Niederschlag nach und vielerorts lockern die Wolken auf. Nur am Alpenrand fällt dann noch Schnee. Dazu weht in der Nordosthälfte starker, am Morgen auch teils stürmischer Wind aus West bis Nordwest.

Martin A. Puchegger am 21.02.2017 um 18:15 Uhr.